17. Februar 2008 von Ingo
“Kirchen können im Bereich der Verkündung auch künftig auf der Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft bestehen. Pfarrer und Seelsorger werden daher auch weiterhin der Kirche zugehören.”
Das ist aber schön zu wissen, dass der Staat uns das (noch?) zugesteht, dass Pfarrer der Kirche anzugehören haben. Denn bereits für Sozialpädagogen im kirchlichen Dienst scheint das nicht mehr zu gelten - oder besser gesagt: nicht gelten zu dürfen. Obwohl diese ja nicht gerade Reinigungskräfte sind, sondern auch an exponierter Stelle mit Menschen arbeiten, etwa in Beratungsstellen. Aber hier greift neuerdings das AGG. Und wenn die Leute und die verschiedenen Intressenlobbys erstmal auf den Geschmack gekommen sind, was sich damit alles durchsetzen lässt, wird uns das auch in den Kirchen vermutlich immer mehr solche und andere Fälle bescheren.
Veröffentlicht in gesellschaft, kirche, politik | 1 Kommentar »
17. Februar 2008 von Ingo
… haben sich wieder einige kleinere Brocken gesammelt:
-
man darf gespannt sein, wie lange Wikipedia
dem gegenüber standhaft bleibt.
-
-
die Jugendgewalt-Debatte scheint im Moment wieder etwas abgeflaut. Aber in der stark ideologischen Diskussion damals fand ich die
Bemerkungen von H.Seifert zu dem “Reflexproblem” in Medien und Politik ziemlich klug.
-
-
und wer jetzt noch zu gut drauf sein sollte, findet
hier “9 Great Ways to Make Yourself Absolutely Miserable”. So augenzwinkernd wie
Watzlawick gemeint - und genauso nett zu lesen.
Veröffentlicht in aufgesammelt, gesellschaft, politik, schleppnetze | Keine Kommentare »
Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen Bundeskanzler, der sich auf die Bibel beruft. Das hat eine landesweite Umfrage ergeben. Dabei gaben sechs von zehn Bürgern an, einen Bundeskanzler wählen zu wollen, der die Nation nach biblischen Vorbildern führt und die Bibel als Richtschnur für sein Handeln versteht. Ein weiteres Ergebnis: die Bürger wünschen sich ein Staatsoberhaupt, das sein Amt als Dienst am Bürger sieht, das er von Gott übertragen bekommen hat.
Naja, nur ein Traum bei uns - solche Wählerwünsche finden sich natürlich woanders. Und es bleibt spannend dort drüben, besonders am heutigen Super-Tuesday.
Veröffentlicht in politik, usa | Keine Kommentare »
Ein guter Denkanstoß für Zeiten, in denen wir uns mal wieder für ’innovativ’ halten und meinen, außerhalb des ‘üblichen Rahmens’ zu denken.
(Diese Grafik ist mir in den letzten Wochen irgendwo begegnet; ich weiß leider nicht mehr wo. Falls jemand die Quelle kennt, werde ich sie gern ergänzen.)
Veröffentlicht in aufgesammelt, gemeindeaufbau, leadership, management | Keine Kommentare »
… sammelt wieder diese und jene kleineren Brocken:
-
-
-
Wirtschaft ist … grundsätzlich die Ausbeutung armer, unterdrückter Arbeitnehmer durch böse Unternehmer. Lehren wohl zumindest
unsere Schulen.
-
Es ist sowieso fraglich, ob es eine eindeutige ‘christliche Politik’ geben kann. Aber die entsprechenden Parteien handeln offenbar nach dem Motto “auf dass sie alle
weiter zersplittert seien.”
-
-
Kreativitätsschub gesucht? Einige behaupten, die “
100er-Liste” machts möglich.
Veröffentlicht in aufgesammelt, kommentiert, schleppnetze | Keine Kommentare »
“In den letzten inzwischen sieben Jahren durfte ich meinen Herrn Jesus immer besser und näher kennen lernen. Wir müssen wissen und persönlich erfahren, dass Gott uns liebt, und wir müssen ihm, unserem Schöpfer, Platz machen, damit er in unser Leben treten und dort wirken kann. Sind wir diesen Schritt auf Jesus zu gegangen, wird er unser Leben nach und nach verwandeln und uns mit einer Freude beschenken, die die Welt nicht kennt.
In meinem Leben sind nach meiner Bekehrung zahlreiche Wunder geschehen, so dass ich heute weiß, dass der Glaube an Jesus wahr ist und mein Leben durch ihn reicher. Zu diesen Erfahrungen gehören: Gegen die Aussage der Ärzte kann ich jetzt wieder laufen - und sogar studieren. Der Heilige Geist schenkt uns seine Gaben. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, und er lebt auch heute noch unter uns in dieser Welt und wirkt zahlreiche Wunder.”
Nachdem ich gestern bei Simon kurz in eine sehr interessante Diskussion über “Bekehrung” reingelesen habe, fiel mir dieser Bericht aus der letzten Woche ein. Na, woher der wohl kommt? Aus idea? Aus einer tollen evangelikalen, charismatischen oder emergenten Vorzeigegemeinde? Ich gebe zu, darauf hätte ich nach diesen heraus gegriffenen Sätzen auch getippt! Aber er stammt aus dem (sehr!) römischen Nachrichtendienst Zenit und von einem jungen katholischen Christen.
Das zeigt mir mindestens zweierlei: “Bekehrung” geschieht einfach. Immer wieder. Jenseits aller theologischen Diskussion über moderne oder postmoderne Kirchenbilder ist Gott in Menschen am Werk, egal wie viel ‘Wirkungsanteil’ wir dabei wem zugestehen. Und zweitens macht sein Wirken nicht an den Grenzen halt, die wir oft gern definieren würden oder (un)bewusst in uns tragen. Wenn wir seinem Wirken nachspüren, entdecken wir vielleicht Spuren des Geistes in Institutionen, Situationen oder Biografien, in denen wir sie nie vermutet hätten. Das macht dankbar. Und gespannt auf alles, was sich da noch entdecken lässt.
Veröffentlicht in bibel, spiritualität, theologie | Keine Kommentare »

Während für manche der Fasching (für hochdeutsche Nordlichter: Karneval) seinem Höhepunkt entgegen taumelt, lädt Ludger auf dem Krimiblog wieder zu einem ganz anderen mörderischen Karneval: dem Krimiblog-Karneval. Immer noch eine nette, interessante Idee, zu der mir aber vermutlich wieder mal die nötige Muße fehlen wird.
Obwohl … es reizt schon ziemlich!
Veröffentlicht in blogging, ideen | Keine Kommentare »
„Christen führen als Geführte, sonst verführen sie.”
Ein kluger Satz für alle Leiter, der mir letzte Woche irgendwo begegnet ist.
Veröffentlicht in aufgesammelt, leadership, management | Keine Kommentare »
“… spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist.” (Jes.40,1)
Heute wird internationaler Holocaust-Gedenktag gefeiert. Wahrlich immer wieder ein Tag, um aus der Geschichte zu lernen und mit vollem Recht wird in Politik und Kirche in diesen Tagen der schrecklichen Ereignisse gedacht. Auch in unserer Gemeinde werden Israelfreunde dazu heute einen Filmabend anbieten, der nicht nur Geschichte vermitteln, sondern auch an geistliche Hintergründe und aktuelle Verantwortung erinnern soll. Das ist die eine Seite.

Auf der anderen Seite kann ich mich manchmal des Eindrucks nicht erwehren, dass tote Juden irgendwie besser zu ‘bewältigen’ sind. Speziell im historisch belasteten Deutschland hat sich da auf verschiedenen Seiten auch ein gewisser ritualisierter Mechanismus eingeschlichen. Aber was lernen wir wirklich aus der Shoah? Zum Beispiel für den Umgang mit lebenden Juden? Natürlich, auch da werden antisemitische Übergriffe mit Recht scharf verurteilt. Zumindest verbal. Und zumindest in Deutschland - aber jenseits unserer Grenzen? Da haben wir oft wenig dagegen, wenn lebende Juden selbstverständlich bedroht werden, gern auch mit Auslöschung ihres ganzes Landes. Und gegen Terrorangriffe wehren sollten sie sich natürlich auch nicht. Aber vermutlich kann man das nicht so einfach sehen und ich habe irgendwelche gaaanz komplexen Hintergründe und Zusammenhänge nicht richtig verstanden … oder?
Veröffentlicht in denkwürdig, fragwürdig, israel, politik | Keine Kommentare »
In meinem Feedreader tummeln sich noch einige ‘vorgemerkte’ Beiträge, auf die ich aus Zeitmangel bisher nicht eingehen konnte. Zwei davon fasse ich heute mal zusammen, weil sie sich beide mit dem gleichen Thema beschäftigen: Fehler. Niemand macht sie gerne, aber sie passieren. Und es ist gut, sich das einzugestehen. Und noch besser, aus ihnen zu lernen. Denn “Lernen basiert auf Versuch und Irrtum, nicht auf Versuch und Erfolg” stellt C.Coyote unter dem schönen Titel “Hot to make more - and better - mistakes” fest. Einige Sätze daraus, die sich auch gut auf Führungsaufgaben und Gemeindeaufbau übertragen lassen (manchmal etwas frei übersetzt):
“Wenn du möglichst keine Fehler machen willst, ist der einzige Weg dahin, Risiken jeder Art zu vermeiden. Leute, die nur das Ziel im Kopf haben, Fehler zu vermeiden, kopieren typischerweise nur, was in der Vergangenheit funktioniert hat oder sie kopieren, was bei anderen Erfolg hatte - oder beides.” Aber auch “wenn deine Aktionen erfolgreich sind, hast du daraus nichts gelernt, was du nicht schon wusstest. Selbst wenn du versagst, kannst du wenig daraus lernen. Denn dann hat - was einmal funktioniert hat - diesmal nicht funktioniert. War das also damals nur Glück - oder hat sich inzwischen etwas gänzlich verändert?”
Persönlicher berichtet Kent auf eine Frage nach “3 Fehlern, die jeder Leiter erleben sollte” von einigen geistlichen Erkenntnissen, die er aus Fehlern gelernt hat:
1. Setze die Beziehung zu Gott vor den Dienst. Es ist gefährlich, den Dienst für wichtiger zu halten als die persönliche Beziehung zu Gott. Denn “nur die persönliche Beziehung zu Gott gibt uns die geistliche Kraft, das volle Potential unserer Berufung zum Dienst auszuschöpfen”.
2. Sei als Leiter anpassungsfähig. Und zwar “an die Leute, mit denen du arbeitest, denn die Menschen sind sehr verschieden und einmalig. Verschiedene Personen werden die gleiche Leiterschaft sehr unterschiedlich wahrnehmen. Deshalb habe ich versucht meine Fähigkeit zu verbessern, verschiedene Persönlichkeiten zu erkennen und auf sie einzugehen.”
3. Kenne deine Grenzen. “Ich habe den Fehler gemacht, unrealistische Ziele zu verfolgen, weil ich bisher auch immer alles bewältigen konnte. Mach dir klar, dass du menschlich bist und Begrenzungen hast. Kenne deine Grenzen. Plane realistisch. Sonst wirst du dich selber ausbrennen.”
Veröffentlicht in denkwürdig, gemeindeaufbau, leadership | Keine Kommentare »