internationaler tag gegen fgm

Hinter dem internationalen Kürzel FGM oder FGC verbirgt sich die grausame Praxis der Genitalverstümmelung an jungen Mädchen und Frauen. Nach Mitteilung des United Nations Population Fund UNFPA ist es in den letzten drei Jahren immerhin gelungen, beispielsweise in über 6.000 Gemeinden Afrikas diese ‚Tradition‘ etwas einzudämmen. Während die Wurzeln und die Hauptverbreitung der FGM in afrikanischen Ländern liegen, ist sie allerdings durch weitreichende Migration unter anderem auch nach Europa importiert worden. Allein in Deutschland halten der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und die „TaskforceFGM“ zwischen 30.000 und 50.000 minderjährige Mädchen für unmittelbar gefährdet. FGM ist damit auch in unserer Gesellschaft kein Randthema.

Wie bei vielen Verbrechen gegen die Menschlichkeit mag man sich manche der Berichte und Bilder gar nicht antun. Trotzdem ist es gut, am heutigen internationalen Tag “Null Toleranz gegenüber Genitalverstümmelung” auf diese immer noch weit verbreitete Praxis hinzuweisen. Hier wird im Namen einer verqueren ‚Tradition‘ brutal verletzend gegen die Schöpfung vorgegangen:

„Du hast mich geschaffen – meinen Körper und meine Seele, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet. Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!“ (Psalm 139)

Außerdem handelt es sich bei der FGM schlicht um eine gezielte schwere Körperverletzung mit weitreichenden psychischen und organischen Schäden, manchmal sogar mit Todesfolge, wie es im Juristendeutsch heißt. Und jenseits aller akademischen Diskussionen über Genderpolitik und Frauenquoten gäbe es dabei einiges Konkrete zu tun:

„Gemessen an der Schwere und der weiten Verbreitung des Verbrechens ist diese Situation untragbar. Es sollten deshalb endlich effektive staatliche Maßnahmen diskutiert werden, die umfassenden, messbaren Schutz gewähren können, wie z.B. die Einführung der ärztlichen Meldepflicht (bei erfolgter oder drohender Genitalverstümmelung), kombiniert mit einer Untersuchungspflicht sowie die Durchsetzung familienrechtlicher Maßnahmen, um die Taten in den Herkunftsländern der Eltern zu unterbinden.“

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