menschenwürde

„Die Anerkennung der spezifischen Würde des Menschen heißt schlichtweg: es ist nicht ­Sache des Menschen, sich selbst zu definieren; das bleibt aus seinem Auftrag ausgespart. Die angemessene Wahrnehmung der eigenen Artgenossen ist eben die Wahrnehmung ihrer Würde – was bedeutet, dass der Mensch sich ihres Gebrauchs und ihrer Bewertung enthalten muss.

Die Zwickmühle, in die uns der technologische Fortschritt bringt, besteht nicht in der Zunahme ethischer Problemfälle und der ­Risiken die eine (Neu-)Definition der Grenzen des Machbaren erfordern; die eigentliche Zwickmühle ist, dass unsere technischen ­Ambitionen untrennbar mit dem Trachten verbunden sind, das Humanum nach eigenem Gutdünken zu definieren, uns einen Namen zu machen, wie es die Protagonisten in der Geschichte vom Turmbau zu Babel formulieren.“

Aus: Bernd Wannenwetsch, Was ist der Mensch?
Ausgehend von Psalm 8 stellt der Artikel „eine biblische Frage an bioethische Antworten“. Er ist schlecht nur mal nebenbei zu lesen, belohnt aber die Zeit, die man sich dafür nimmt und gibt wertvolle Impulse für die Themenbereiche Anthropologie, Menschenwürde und Ethik.

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