die sache mit dem apfel

… ist diesmal nicht theologisch gemeint. Sondern es geht um den Kultapfel von Steve Jobs und dessen wachsende Machtfülle. Zu diesem Apfel schrieb Marcus Rohwetter in der ZEIT einen spitzen, aber interessanten Diskussionsbeitrag. Es ist wohl zutreffend, wenn er feststellt:

„Steve Jobs‘ eigentliche Leistung liegt im Marketing, er hat technische Geräte zu Statussymbolen gemacht. Was den einen Porsche oder Rolex ist den anderen ihr iPhone oder iPad. Das Besitzenwollen überlagert jede kritische Reflektion über Preis und Leistung.“

Und weil es weniger um Technik, als um Status geht, werde von den Appelianern auch das Leben in einem zentralistisch beschränkten Softwareuniversum klaglos hingenommen:

„Ausgerechnet Apple wirft einem anderen Unternehmen mangelnde Offenheit vor. Dabei geht der Konzern mit seinen Kunden keinen Deut besser um. iPhone- oder iPad-Besitzer bleiben im Apple-Universum gefangen, die Firma kontrolliert jede Bewegung und entscheidet, was man mit den Geräten tun darf und was nicht. Apple ist nicht offener als eine Gefängnistür. … Der Konzern will kontrollieren, wie sich Menschen im Internet bewegen. Wer sich gerne an die Leine legen lässt, wird damit kein Problem haben. Alle anderen kommen früher oder später ins Nachdenken.“

Dass das langsam „unheimlich“ wird oder an „Diktaturen erinnert“, kann ich nicht nachvollziehen, schließlich ist der teure Eintritt in dieses geschlossene Universum ziemlich freiwillig. Aber auf jeden Fall aber ist die Sache mit dem Apfel ein Beispiel von gelungener Lifestylewerbung, die bekanntlich auch an christlichen Karikaturen nicht spurlos vorübergeht. Bis zum nächsten Hype.

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