mitfreuen ist schwieriger

In einer ansprechenden Predigt zu Römer 12,4-16 heute in unserer Gemeinde hat sich mir besonders eine Aussage eingeprägt. Paulus fordert in einem Satz die Christen auf: „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“ Dazu hat der Prediger darauf hingewiesen, dass es uns normalerweise viel leichter fällt, Mitleid mit den Leidenden und Erfolglosen zu haben. Denn schließlich ist das nicht nur eine gute Tat auf unserem moralischen Konto, sondern kommt auch unserem tiefsitzenden Drang nach eigener Überlegenheit entgegen. Sehr viel schwieriger ist es dagegen, fröhlich zu bleiben, wenn jemand mehr erreicht als wir und sich über den Erfolg anderer ehrlich mit zu freuen.

Dabei ist ja sogar das, was andere besser hinkriegen oder erreichen auch „mein“ Erfolg – wenn ich die Aussage über den ‚ganzen Leib‘ der Gemeinde in diesem Kapitel ernstnehme. Denn schließlich gewinnt dann nicht nur einer, sondern der ganze Leib, und damit auch ich. Und trotzdem, es steckt in uns. Ich weiß jedenfalls, es steckt in mir: Mitfreuen bleibt immer schwieriger als Mitleid haben. Ehrliches Mitfreuen ist eine echte geistliche Lernaufgabe!

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