first lady

Es ist nicht immer interessant und oft noch nicht einmal amüsant, wenn über uns als Kirche „von außen“ geschrieben wird. Neulich erschien jedoch in der ZEIT ein Artikel über die neue „First Lady des Protestantismus“, der eine wichtige Beobachtung betont – in Margot Käßmann als neuer Ratsvorsitzender  der EKD werde etwas zusammengeführt, was besonders in der evangelischen Kirche in den letzten Jahrzehnten zunehmend auseinander driftete:

„Zwei Ansprüche rangen seit den siebziger Jahren miteinander: Wie fromm sind wir – und wie politisch? Die evangelische Kirche taucht gerade aus einer langen Phase auf, in der sie ihre öffentliche Beachtung – und zu einem nicht unwesentlichen Teil auch ihre Identität – aus dem Primat des Politischen bezogen hat. Der Protestantismus wurde zu einem Dach für politische Anliegen aller Art, die von ihren Vertretern biblisch abgeleitet wurden.“

Diese Diagnose ist zweifellos richtig. Und abgesehen davon, dass der Ausdruck „First Lady“ vermutlich nett gemeint ist, aber grandios schiefliegt (denn eine First Lady ist gemeinhin nicht die Machthaberin, sondern die Ehefrau des Regierenden!) könnte Margot Käßmann wirklich dafür stehen, wieder etwas zusammenzuführen, was eigentlich schon immer zusammengehört. Denn sie ist nicht nur wie Huber bei den Medien ziemlich beliebt, sondern versteht es auch immer wieder, vom christlichen Glauben persönlich und doch pointiert und deutlich zu sprechen: „Ich finde, du musst schon anständig fromm sein, um als Christ und Christin in der Welt zu stehen.“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s