gute wahl

Die Wahl von Margot Käßmann zur neuen Ratsvorsitzenden der EKD war eine gute Wahl. Nicht nur, weil sie sehr eindeutig ausgefallen ist und damit ein breites Vertrauen ausgesprochen hat, sondern auch, weil Margot Käßmann (zumindest nach den Erfahrungen der letzten Jahre) der evangelischen Kirche in Deutschland ein sehr menschliches, auch für viele Außenstehende sympathisches und überzeugendes, aber in vielen Punkten auch theologisch und geistlich deutlich positioniertes Gesicht geben wird.

Interessant ist oft, was von außen dazu gesagt wird. Die ELCA betont in einer Newsmeldung die Verbundenheit mit den deutschen Evangelischen, die 2007 durch eine Vereinbarung enger Zusammenarbeit gefestigt wurde und zitiert Rev. Ishmael Noko, Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes: „The election sends a signal to the church worldwide that God calls us to leadership without consideration of gender, color or descent.“

Auch von katholischer Seite begrüßte Erzbischof Dr. Robert Zollitsch als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz die Wahl und betont den hohen Stellenwart ökumenischer Zusammenarbeit angesicht heutiger Herausforderungen:

„Als Christen in einer pluralen Gesellschaft stehen wir vor vielfältigen Herausforderungen. Viele davon betreffen die evangelische und katholische Kirche gemeinsam. Ich lade Sie herzlich ein, dass wir weiter – wie in den letzten Jahren – an der Zukunft der Ökumene arbeiten. … Unser Weg als Christen ist ein Weg der Ökumene. Es ist ein Weg, den wir gemeinsam und auf Augenhöhe gehen. Das erwarten die Christen in Deutschland von uns.“

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2 Gedanken zu “gute wahl

  1. Im Grunde stimme ich zu. Jedoch sollte man bedenken, dass zuvor mit Huber und Käßmann zwei ranghohe ev. Theologen in den Medien (positiv) präsent waren. Wenn ich mich nicht täusch, kam das bei Huber erst über den Ratsvorsitz, bei Käßmann wohl über ihre Biographie und, wie man mutmaßen könnte, durch das gezielte Suchen der Chance (positiv gemeint!). Jetzt, da die Präsenz qua Amt mit der ohnehin gegebenen medialen Präsenz von Käßmann zusammen kommt, heißt das, dass wir eine Person weniger in der medialen Öffentlichkeit platziert haben, denn ich wüsste spontan nicht, wer sich warum und wie in den Medien platzieren sollte und neben Käßmann halbwegs gut wegkommen würde … (allerdings kenne ich die restlichen Kollegen natürlich auch nicht gut genug).

  2. @Tobi Das ist natürlich richtig – andererseits wäre uns Huber ja sowieso nicht geblieben. Und eine andere Besetzung des Ratsvorsitzes hätte vermutlich wiederum dieses Amt dann gegenüber Fr.Käßmann nicht sehr profiliert aussehen lassen. Wird eben Zeit dass mal mehr gute Leute nachwachsen 😉

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