römikathmix

„Der Glaube ist vor allem persönliche, innige Begegnung mit Jesus, er ist die Erfahrung seiner Nähe, seiner Freundschaft, seiner Liebe, und nur so lernt man es, ihn immer mehr zu kennen, ihn immer mehr zu lieben und ihm nachzufolgen. Dies möge einem jeden von uns geschehen können!“

Diese treffenden Sätze stammen weder aus einer charismatischen, noch einer evangelikalen Ecke, sondern aus einer Katechese von Benedikt XVI über Bernhard von Clairvaux. Diese und andere Nachrichten finden sich bei ZENIT, einem profunden und oft sehr ausführlichen Nachrichtendienst, den ich öfter mal mitlese und der die Welt „von Rom aus sieht“. Zwei weitere Meldungen fand ich in letzter Zeit besonders interessant:

Bereits vor 2 Jahren war Nicky Gumbel bei Kardinal Walter Kasper zu Gast. Nicky ist anglikanischer Pfarrer in London und leitet die Alpha-Kurs-Arbeit in Großbritannien. Über die erfreuliche, offenbar zunehmende Öffnung der römischen Kirche gegenüber Alphakursen und das Gespräch mit Nicky hieß es:

„Kardinal Kasper habe sich während des auf Englisch geführten Gesprächs insbesondere für das Bestreben von Alpha interessiert, sich konfessionsneutral und ökumenisch auszurichten, um möglichst viele Fernstehende für das Christentum zu gewinnen. Hocherfreut habe er sich deshalb über die Methode des Alpha-Kurses gezeigt: der Kurs wird jeweils von einer bestimmten Gemeinde für die eigenen Mitglieder und eingeladenen Gäste durchgeführt.“

Spannend ist auch die derzeitige Öffnung Roms zur anglikanischen Kirche. In einer „informativen Note der Kongregation für die Glaubenslehre“ wurde heute mitgeteilt, der Vatikan bereite eine Apostolische Konstitution vor, die es ganzen Gruppen anglikanischer Geistlicher und Gläubiger aus verschiedenen Teilen der Welt ermöglichen soll, „in die volle und sichtbare Gemeinschaft“ der römischen Kirche  einzutreten. Damit reagiere man auf die anhaltende Kirchenflucht vieler Anglikaner, ausgelöst durch die leidigen Fragen der Frauenordination und der Weihe von Homosexuellen zu Pfarrern und sogar Bischöfen. Es ist interessant, dass Rom betont, hier gehe es eigentlich um eine Wiedervereinigung, welche die Trennung der englischen Kirche von Rom unter Heinrich VIII. im 16.Jahrhundert ein Stück überwinden soll.

Noch nicht bei ZENIT, aber in unseren Medien wurde heute vom BR verbreitet, dass der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller nach Rom berufen werden soll. Mir ist zwar nicht einsichtig, warum ausgerechnet dieser Mann Präsident des Rats zur Förderung der Einheit (!) der Christen werden soll. Falls die Meldung aber stimmt, freue ich mich zumindest mit einigen Bekannten in der Diözese Regensburg, die darüber zutiefst erleichtert aufseufzen werden!

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