kulturelle verwerfungen

„Warum in Gottes Namen sollte eine vitale Weltkultur sich in eine westliche Kultur integrieren wollen, wenn diese – die nicht genügend Nachwuchs produziert und nicht mehr länger über eine transzendente Idee verfügt – sich ihrem historischen Ende nähert?“

Diese und andere spannende Thesen zitiert Miriam Lau in einem Artikel über Christopher Caldwell’s Buch ‚Reflections on the Revolution In Europe‚. Was als Zuwanderung von „Gastarbeitern“ zum Wiederaufbau nach dem Krieg begann, hat längst zu den bekannten gesellschaftlichen und kulturellen Verwerfungen in Europa geführt:

„Die Einbindung neuer ethnischer Gruppen in Europas Gesellschaften war nicht einfach eine Addition zu dem, was da ist, sodass es nun bunter ist als vorher. Es ist eine massive Veränderung, eine Revolution. „Kann Europa bleiben, was es ist, obwohl andere Leute darin leben?“, fragt Caldwell. Die Antwort ist Nein.“

Wer nicht mit geschlossenen Augen durch unsere Städte geht, wird den grundsätzlichen Thesen von Caldwell kaum widersprechen können. Vielleicht ist noch nicht klar, was wirklich werden wird. Klar ist jedoch, dass unsere Kultur und Gesellschaft nicht bleiben wird, wie sie ist. Das ist zunächst nichts Besonderes, denn die ganze Weltgeschichte besteht aus kulturellen Verschiebungen. Sie bringen jeweils Risiken, aber auch Chancen. Auf jeden Fall wird es spannend und auch deutlich herausfordernder als bisher sein, als Christen, Kirchen und Gemeinden im sich verändernden Europa zu leben.

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