die intoleranz des relativismus

Darauf muss ich einfach mal hinweisen: Christof bringt heute ein zusammengefasstes Zitat aus einem Interview mit Robert Spaemann, das genial auf den Punkt bringt, woran viele Diskussionen über ‚heiße‘ Themen in Gesellschaft und Politik, Medien und Kirchen heute leiden. Spaemann sagt über die zunehmende Intoleranz unserer ‚freiheitlichen‘ Gesellschaft:

„Es hat etwas zu tun mit dem sich ausbreitenden radikalen Relativismus. Dort, wo man denkt, dass Wahrheit erreichbar ist für den Menschen, da gibt es Diskurs, da gibt es einen Kampf der Meinungen, aber alle wollen das eine Ziel: Sie wollen wissen, wie es wirklich ist. In einer radikal relativistischen Gesellschaft gibt es dagegen nicht mehr das Moment der Regulation durch die Wahrheitsidee, sondern nur noch die Regulation durch das Konventionelle, das auch im Interesse derer ist, die gerade die Macht haben. … Das Wahrheitskriterium hat da gar nichts mehr verloren. Nicht ob etwas wahr ist, interessiert, sondern ob man es sagen darf.“

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Ein Gedanke zu “die intoleranz des relativismus

  1. Das ist in meinen Augen nicht zuerst Relativismus, sondern Kleinbürgetum oder Spießigkeit: Kriterium ist, „was die Leute sagen“.

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