weihnachtsbotschaften

jesusbornZum erstenmal seit vielen Jahren konnten wir heuer ein wirklich ruhiges, stressfreies Weihnachtsfest genießen. Fast alle Kinder waren da (für die eine Tochter war der Weg aus Kalifornien natürlich etwas zu weit), es gab genügend Zeit, zusammen zu essen, Geschichten zu lesen, zu reden, zu spielen und Gottesdienste zu besuchen. Ja, zu besuchen. Als Hörer! Eine ganz neue Erfahrung zu diesem Fest  🙂

Zwar haben wir dabei keine Bischofspredigten erlebt, aber einige sehr gute Botschaften. Mir ist diesmal neu aufgefallen, wie dynamisch dieses Fest doch ist. Irgendwie haben wir zu Weihnachten ja eher statische Krippenszenen im Hinterkopf. Aber die echte Geschichte ist voller Bewegung – und sie will in Bewegung setzen.

Denn das fest der Geburt Jesu ist kein Gedenktag an eine berühmte Persönlichkeit und auch kein ‚Fest an sich‘ – sondern sehr dynamisch. Es ist nicht vergangenheits- sondern zukunftsorientiert. Es will Menschen in Bewegung setzen! Bischof Mark S.Hanson (ELCA) bringt das in seiner Weihnachtsbotschaft gut auf den Punkt, ausgehend von Lukas 2,15:

Als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.

„Lasst uns gehen! Jetzt! Als die Engel eines Nachts vor langer Zeit mit einer brillianten Botschaft zu den Hirten kamen, hatten diese eine brillante Idee: lasst uns gehen! Lasst uns sehen, was Gott tut!

Die unbekannten Gefahren der Nacht hielten sie nicht zurück. Vielleicht erinnerten sie sich, dass einige von Gottes besten Taten nachts geschahen – die Schöpfung der Welt, der Kampf mit Jakob, Israel’s Flucht aus der Sklaverei.

Vielleicht erinnerten sie es auch nicht. Vielleicht war alles, was sie brauchten, die Ankündigung, das Gott etwas vor hatte. Dieses Mal würde Gott eine Rettungsaktion starten wie niemals zuvor – Rettung für die ganze Welt, Frieden und guten Willen. Wieder einmal ist es eine geheime Operation – Gott verborgen im Fleisch und in Gegensätzen handelnd.  Angekommen als ein Baby in Windeln sammelte Gottes Sohn Steuereintreiber und Fischer, Sozialfälle und ausgestoßene Sünder in einer Rettungsaktion, die in der verborgenen Macht des Kreuzes ihren Höhepunkt fand.

Was, wenn die Hirten gelangweilt gegähnt hätten: ‚achja, interessant … vielleicht später mal‘ und sitzen geblieben wären – in der Nacht, im Dreck und in der alten Bequemlichkeit ihrer Mühseligkeit und der vertrauten Feinde? Hätte die versprochene Freude sie trotzdem gefunden?

Lasst uns diese Spekulation nicht in unserem Leben ausprobieren. Sondern lasst uns gehen! Jetzt! Lasst uns sehen, was Gott tut!“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s