(un)heiliger schauder

Im Gemeindedienst habe ich das meistens so erlebt: als ‚Beteiligte‘ an einem Gottesdienst haben wir uns vorher getroffen; Organistin, Band, Lektoren, Gottesdienstteam, alle, die jeweils eine Aufgabe hatten. Wir haben nicht nur letzte Absprachen getroffen, sondern auch ein ‚Schwätzle‘ gehalten, uns nach der letzten Woche, nach den Problemen im Beruf oder kranken Kindern erkundigt, haben uns Neuigkeiten erzählt, ausgetauscht, gelacht und miteinander, füreinander und für die Gemeinde gebetet. Das alles hat uns geholfen, auf die gleiche ‚Wellenlänge‘ zu kommen und als Team zusammen zu wachsen.

Offenbar war aber vieles davon verdächtig, unanständig, unheilig. Zumindest wenn es nach diesem Schild geht, das mich letzte Woche in der Sakristei einer sehr sehr römisch-katholischen Dorfkirche irgendwo im bayrischen Land in Großformat regelrecht angesprungen hat:

sakristeischild

Sicher, es gibt auch eine biblisch begründete Ehrfurcht vor der Heiligkeit Gottes. Aber die ist zumindest neutestamentlich nicht an bestimmte Räume oder Orte gebunden. Was mag hinter solchen Schildern für ein Gottesbild stehen? Auf jeden Fall hinterließ das bei mir in diesem Moment einen ziemlich unheiligen Schauder …

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