die finanzkrise gewinnt

… den ersten Platz als „Wort des Jahres 2008„. In dieser Auswahl der Gesellschaft für deutsche Sprache erscheinen jeweils „Wörter und Ausdrücke, die die öffentliche Diskussion des Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder sonst als charakteristisch erscheinen. Es geht nicht um Worthäufigkeiten, sondern um eine sprachliche Chronik des zu Ende gehenden Jahres.“

Ich finde diese „Jahreswörter“ immer sehr interessant, weil sie als eine Art linguistischer Seismograph die Ereignisse, Diskussionen und Emotionen der Menschen in unserem Land wiedergeben. Darin findet sich, was die Menschen bewegt. Manchmal habe ich sie auch schon als Aufhänger für Predigten verwendet, so zum Beispiel das „alles wird Knut“.

Täusche ich mich oder lässt sich auch in diesen Jahresworten eine Entwicklung hin zu immer mehr Themen erkennen, die gesellschaftlich bedrängen oder Sorgen bereiten? Nach dem Unikat einer „Bundeskanzlerin“ (2005) kam nach dem deutschen Sommermärchen noch „Fanmeile“ (2006) an die Spitze. Mit „Klimkatastrophe“ (2007) und nun der „Finanzkrise“ nehmen die bedrängenden Szenarien zu. Aber immerhin, auf dem letzten Platz der deutschen (!) Jahresworte landete auch das „yes we can“ des neuen Hoffnungsträgers Barack Hussein Obama …

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