In meinem Feedreader tummeln sich noch einige ‘vorgemerkte’ Beiträge, auf die ich aus Zeitmangel bisher nicht eingehen konnte. Zwei davon fasse ich heute mal zusammen, weil sie sich beide mit dem gleichen Thema beschäftigen: Fehler. Niemand macht sie gerne, aber sie passieren. Und es ist gut, sich das einzugestehen. Und noch besser, aus ihnen zu lernen. Denn “Lernen basiert auf Versuch und Irrtum, nicht auf Versuch und Erfolg” stellt C.Coyote unter dem schönen Titel “Hot to make more – and better – mistakes” fest. Einige Sätze daraus, die sich auch gut auf Führungsaufgaben und Gemeindeaufbau übertragen lassen (manchmal etwas frei übersetzt):
“Wenn du möglichst keine Fehler machen willst, ist der einzige Weg dahin, Risiken jeder Art zu vermeiden. Leute, die nur das Ziel im Kopf haben, Fehler zu vermeiden, kopieren typischerweise nur, was in der Vergangenheit funktioniert hat oder sie kopieren, was bei anderen Erfolg hatte - oder beides.” Aber auch “wenn deine Aktionen erfolgreich sind, hast du daraus nichts gelernt, was du nicht schon wusstest. Selbst wenn du versagst, kannst du wenig daraus lernen. Denn dann hat – was einmal funktioniert hat – diesmal nicht funktioniert. War das also damals nur Glück – oder hat sich inzwischen etwas gänzlich verändert?”
Persönlicher berichtet Kent auf eine Frage nach “3 Fehlern, die jeder Leiter erleben sollte” von einigen geistlichen Erkenntnissen, die er aus Fehlern gelernt hat:
1. Setze die Beziehung zu Gott vor den Dienst. Es ist gefährlich, den Dienst für wichtiger zu halten als die persönliche Beziehung zu Gott. Denn “nur die persönliche Beziehung zu Gott gibt uns die geistliche Kraft, das volle Potential unserer Berufung zum Dienst auszuschöpfen”.
2. Sei als Leiter anpassungsfähig. Und zwar “an die Leute, mit denen du arbeitest, denn die Menschen sind sehr verschieden und einmalig. Verschiedene Personen werden die gleiche Leiterschaft sehr unterschiedlich wahrnehmen. Deshalb habe ich versucht meine Fähigkeit zu verbessern, verschiedene Persönlichkeiten zu erkennen und auf sie einzugehen.”
3. Kenne deine Grenzen. “Ich habe den Fehler gemacht, unrealistische Ziele zu verfolgen, weil ich bisher auch immer alles bewältigen konnte. Mach dir klar, dass du menschlich bist und Begrenzungen hast. Kenne deine Grenzen. Plane realistisch. Sonst wirst du dich selber ausbrennen.”
