Der Religionsminister. Jedenfalls der im beliebten Urlaubsland Ägypten, Dr. Mahmoud Hamdi Zakzouk. Manchmal finde ich die Diskrepanz bedrückend: einerseits verfolge auch ich nicht ungern unsere zahlreichen theologischen Diskussionen um immer wieder neues Feintuning in Ekklesiologie und Gemeindeaufbau, andererseits geht es anderswo für Christen wirklich zur Sache und sie bezahlen ihr Bekenntnis zu Jesus Christus eventuell mit dem Leben. Das betrifft Christen in Pakistan, die Geiseln aus Südkorea, aber auch diesen Fall, der wohl kaum breite Erwähnung in unseren Medien finden wird: Mohammed Ahmed Hegazy, ein 25jähriger ägyptischer Journalist, konvertierte vom Islam zum koptischen Christentum. Dafür droht ihm nun die Todesstrafe:
Hegazy hätte es nicht bei seiner Apostasie belassen, sondern mit seinem Bekenntnis den Islam verspottet und verleugnet. … Der Konvertit hätte mit seinem öffentlichen Bekenntnis zum Christentum dem Islam den Krieg erklärt, erklärte al-Badri. Ägyptens Minister für religiöse Angelegenheiten, Dr. Mahmoud Hamdi Zakzouk, insistierte in einem Interview mit der Tageszeitung Egypt Today auf der Legalität der Todesstrafe für Konvertiten. Mit der Bekanntgabe ihrer Konversion seien sie eine Gefahr für die öffentliche Ordnung. Dies sei, so Zakzouk, dem Hochverrat gleichzusetzen, welcher mit dem Tod bestraft werde. Folglich müsse man die Konversion mit der gleichen Strafe belegen.

Danke für dieses Beispiel, eine typische Nachricht, die sonst untergeht und keine Beobachtung in der großen Presse findet – nun findet sie bei dir Beachtung und auch in meiner Predigt für den 9.9.! Was sind wir doch manchmal Sofachristen, die aus sicherer Entfernung Details diskutieren….